Über uns

Unsere Mission:​

 

Die Verbreitung der Werte der spiritistischen Lehre und den Menschen anzuregen, für seine Selbsterkenntnis wach zu werden und sich selbst zu verändern, um so zur Evolution des Planeten beizutragen.Um eine gute Kenntnis bezüglich der Spiritistischen Doktrin zu haben, muss man viel studieren und lesen

Joanna de Ângelis

Spirituelle Mentorin von Estesia (Ästhesie)

     Gedicht "ÄSTHESIE", von Rabindranath Tagore

 

"Als Deine Kutsche der aufgehenden Sonne in der Morgendämmerung meines Lebens erschien, war ich bezaubert von dem Anblick der Wolken, die das Licht des Tages durchscheinen ließen, so wie im Wind tanzende Federn...

 

Ich verbrachte fortan meine Stunden damit, die Schönheit zu betrachten, reich an innerer Erleuchtung, ohne dabei das zarte Pflänzchen am Weg zu sehen, das meinen Füßen unterwürfig war oder die säumende Kante, wo meine Sehnsüchte gingen.

 

Ohne den Boden zu sehen, versunken im Anblick des Firmaments, hörte ich weder das Wimmern, noch hielt ich mich im klagenden Schmerz auf...

Besorgt um die Ästhesie von außen, vermied ich die Traurigkeit, verdrängte das fremde Leid, das im immer schneller werdenden Rhythmus an mir vorbeikam...

 

Später dann, ich lief bereits auf den Wegen des erwachsenen Alters, und Dein Feuerwagen in Vollkommenheit, brennend, ließ mich verzückt sein angesichts Deines Flammenschwerts von wolllüstigen Feuerzungen geschmückt, die sich röteten während sie die Erde vergoldeten...

 

Die Liebe wies mich zurecht; ich gab, was ich hatte, jedoch wünschte ich noch weiterzugehen...

 

Die süße Musik des Liedes deiner Stimme berührte mich in meinem Gehör, meiner Seele, jedoch rief mich die Magie der Schönheit in die Weite.

 

Ich war jung und wusste nicht, was das Leben war.

Als es Abend wurde, waren meine Augen schon müde durch die gelebten Jahre und dennoch ließ ich mich von der mächtigen Abendsonne verzücken, hinter deren ausgeweiteten Fächern vieler Farben Dein reisendes Gefährt verschwand...

 

Das Alter benebelte meine Erfahrungen und der jugendliche Likör reifte in den Schläuchen meines Herzens. Ich ging aus und versuchte vergeblich, Dich wiederzufinden, seltsame und tiefe Liebe, auf dem Boden, wo der geschwächte Körper sich krümmt und der Blick verweilt.

Ich spüre, dass du vorbeigehst und auch ohne Dich zu sehen, höre ich Dich, wie Du von Gelegenheiten der wahren Freude singst, zu spät für mich...

Ich folgte der Schönheit und verpasste die Stunde, mich um die Not zu kümmern, im Namen der Liebe, die sich in die Jugend der ewigen Schönheit und unendlichem Frieden verwandelt.

 

...Es ist Nacht, ich schließe die Augen, während der Tod mir die Tür der Freiheit öffnet, mich zum Treffen mit Dir ruft und ich bin verzückt von den Sternen, eingefasst in dem dunkelblauen Samt des Himmelszelts, die eine flackernde Straße bilden, welcher ich folgen soll.

 

Künstler des Lebens, wie viel Ästhesie in Deiner Verwirklichung!

 

Deine Stimme singt zur Musik der Natur und breitet weiter auf der Harfe meiner Gefühle Töne der Schönheit aus, die mich unaufhörlich in Richtung deiner Liebe rufen.

 

Unsterblich, noch vor der Zeit und den Ären, beuge ich mich durch das Fenster der Ewigkeit, damit der Zauber deines Werkes mich immer mehr mit Dir vereint und mich vor Glück berauscht."

 

 

Buch "Ästhesie", von Divaldo Pereira Franco, durch das Geistwesen Rabindranath Tagore; 2.Ausgabe, 1987